WGT

Lesungen & Vorträge

Letzte Aktualisierung: 10.05.2026

Freitag, 22. Mai 2026

Agra Halle 4.2

14.00 - 15.30 Uhr

Vortrag: Mark Benecke „Hitlers Schädel und Lampenschirme aus Menschenhaut“

Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke untersuchte im Auftrag von National Geographic und dem russischen Geheimdienst FSB Schädel und Zähne von Adolf und Eva Hitler sowie die angeblich aus Plastik bestehenden Lampenschirme, unter anderem aus dem KZ Buchenwald und von Straßen- und Speicher-Funden. Die Untersuchungen stellten sich als kniffeliger heraus als erwartet, da nur Teile von Hitler den Weg nach Moskau schafften. Auch die Gewebe-Stücke aus Buchenwald gaben ihre Geheimnisse erst nach Untersuchungen mit verschiedenen Verfahren preis, darunter dem Vergleich eines eingelegten Herzens mit alten Fotos und einer eigens entwickelten Erbgut-Technik.
-anschließend Autogrammstunde-

Haus des Buches (Literaturcafe)

17.00 Uhr

Vortrag: Elmar Schenkel „In die Zukunft schauen: Orakel und Wahrsagung“

Der Mensch ist das Tier, das die Zukunft wissen will. Als die Götter der Maya bemerkten, daß die von ihnen erschaffenen Menschen, zu viel und zu weit sehen konnten, beschlossen sie, diesen Wesen die Sicht zu beschneiden. Seither braucht der Mensch Spezialisten, um zu wissen, was er machen soll und was auf ihn zukommt. Prophetinnen, Wahrsager oder Astrologen helfen weiter. Man legt Knochenorakel, studiert Eingeweide, Vogelflug oder die Sterne oder befragt Priesterinnen, die in Trance geraten. Der Vortrag gibt einen Überblick über Methoden und Ziele der Zukunftserforschung vom chinesischen I Ging, den Orakeln der griechischen Antike über Nostradamus bis hin zur Gegenwart. Was hat sie uns gebracht und wohin wird sie uns führen, diese Gier nach Zukunft? Was lehren uns die antiken Orakel und der Umgang mit ihnen?

Referent: Elmar Schenkel, Professor (em.) für Englische Literatur, leitet den Leipziger Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie. Publikationen u.a. zu Tolkien, Alchemie, Fahrrad, Mythos und Literatur, Phantastik/SF; außerdem Erzählungen und Reisebücher (Indien, Japan, Rumänien). Zuletzt erschienen: „Nietzsche global. In 80 Übermenschen um die Welt.“

Moderation: Constance Timm (Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie e.V.)

Universitätsbibliothek Albertina (Vortragssaal)

17.00 Uhr

Vortrag: „What the Bug! Kurioses aus der Welt der Insekten“

Tödliches Gift und vergrabene Leichen: Was klingt wie die Handlung für einen Krimi, spielt sich tagtäglich in der Insektenwelt ab, und das vor unseren Augen. Aber nur, wenn man genau hinschaut. Der Vortrag beleuchtet teils verborgenes Leben und bietet einen spannenden Einblick in wundersame Lebenswelten. Die merkwürdige Welt der Insekten - von Biberlaus bis Rattenschwanzlarve.

Referent: Dr. rer. med. Marcus Schwarz, forensischer Entomologe und Autor

Der Vortrag ist Teil der Ausstellung:
„Insektenwissen. Historische Bücher und Präparate zur Insektenkunde"

Diese kann besichtigt werden:
Donnerstag, 21. Mai bis Sonnabend, 23. Mai, 10.00 – 21.00 Uhr
Sonntag, 24. Mai und Montag, 25. Mai, 10.00 – 18.00 Uhr

Insekten und Bücher haben eine ambivalente Beziehung. Während prächtig kolorierte Insektenbücher zu den Zimelien einer Bibliothek zählen, zeugen Fraßgänge in den Büchern davon, daß sich auch Papierfischchen und Käfer für historische Literatur interessieren. Die Ausstellung der Universitätsbibliothek Leipzig gibt spannende Einblicke in die Geschichte der Insektenkunde und präsentiert ihren wertvollen Bestand historischer entomologischer Bücher. Den Schwerpunkt bildet die insektenkundliche Literatur des 18. Jahrhunderts. Im Zeitalter Carl von Linnés (1707–1778) stieg das Interesse für Insekten sprunghaft an: Käfer und Schmetterlinge zu sammeln, wurde ein regelrechter Trend. Die junge Entomologie erlebte vor allem durch die Verbreitung des ‚Insektenwissens‘ in Büchern einen massiven Aufschwung. Ergänzend zu den historischen Insektenbüchern der Universitätsbibliothek werden Modelle und Präparate der Zoologischen Sammlung sowie Leihgaben der Geologisch-Paläontologischen Sammlung der Universität Leipzig ausgestellt.

Ort: Ausstellungsraum der Bibliotheca Alberina

Sächsisches Apothekenmuseum (Thomaskirchhof 12, Eingang über Burgstraße)

11:00 – 12:00 Uhr

Lesung: Frank R. „Mein tolltumultricktuarisches Leben als Kobold“

Ein Buch für Romantiker, unmoderne Träumer, auch für Eltern und solche, die es werden wollen. In dem märchenhaften Roman von Frank R. wird ein kranker Vater von seinem phantasiebegabten Kind angestachelt, das Kraut Moly, eine lebensrettende Zauberpflanze aufzuspüren. Eine abenteuerliche Suche beginnt, und leider ist da auch noch ein Verfolger. Obendrein geht es um Ichlinge, unliebsame Zeitgenossen mit hohem Verbreitungsgrad.

Das Apothekenmuseum samt magischer Pflanzen, Wundermittel und Zubehör kann im Anschluß an die Lesung besichtigt werden.

Sonnabend, 23. Mai 2026

Agra Halle 4.2

13.30 -15.00 Uhr

Vortrag auf Englisch: Mark Benecke „Hitler's skull and lampshades made of human skin“

Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke untersuchte im Auftrag von National Geographic und dem russischen Geheimdienst FSB Schädel und Zähne von Adolf und Eva Hitler sowie die angeblich aus Plastik bestehenden Lampenschirme, unter anderem aus dem KZ Buchenwald und von Straßen- und Speicher-Funden. Die Untersuchungen stellten sich als kniffeliger heraus als erwartet, da nur Teile von Hitler den Weg nach Moskau schafften. Auch die Gewebe-Stücke aus Buchenwald gaben ihre Geheimnisse erst nach Untersuchungen mit verschiedenen Verfahren preis, darunter dem Vergleich eines eingelegten Herzens mit alten Fotos und einer eigens entwickelten Erbgut-Technik.
-anschließend Autogrammstunde-

17.30 – 18.40 Uhr

Multimedia-Lesung: Die DEPECHE MODE Trilogie – von und mit Sascha Lange

Depeche Mode sind seit mehr als 40 Jahren eine der faszinierendsten Bands weltweit. Mit den Büchern „DEPECHE MODE MONUMENT“, „BEHIND THE WALL – Depeche Mode Fankultur in der DDR“ und zuletzt „DEPECHE MODE LIVE“ von Sascha Lange & Dennis Burmeister wurden ihr drei reich bebilderte Denkmäler gesetzt.

Ein unterhaltsamer und nostalgischer Abend voller Geschichten, Bilder und Videos von und über Depeche Mode, ihren Fans und diesem besonderen „Black Swarm“-Lebensgefühl.

Sascha Lange wurde 1971 in Leipzig geboren, ist Buchautor und promovierter Historiker mit dem Schwerpunkt Jugendkulturen im 20. Jahrhundert. Er lebt und arbeitet in Leipzig. Zusammen mit Dennis Burmeister hat er drei Bücher über Depeche Mode und ihre Fans geschrieben, die in sieben Sprachen übersetzt wurden, und aus denen er beim WGT vorträgt.

Dies ist Teil 1 der Lesung, über den Zeitraum 1980 bis 1986.
Teil 2 über die Jahre 1987 bis 2024 kann man am Sonntag, 15.30 – 16.40 Uhr erleben.

Ballsaal Leipzig

15.30 – 16.30 Uhr

Vortrag: DJ Lo-Renz „Erlebnisse mit kuriosen DJ-Wunschlisten“

DJ Lorenz (Hannover) berichtet in seinem Vortrag über verrückte, schöne und kuriose Musikwünsche – mit witzigen Beispielen, einer Menge Humor und überraschenden Momenten. Seit über 20 Jahren sammelt er die Wunschlisten seiner Depeche Partys. Mitmachen, Lachen, Staunen – ein Erlebnis für alle Musikfans!

16.50 – 18.50 Uhr

Vortrag: Andreas Auer „Von Totentrompeten und Satanspilz - die düstere Welt der (Gift-) Pilze“

Pilze sind faszinierende Organismen und auch wenn sich unser Wissen über sie in den letzten Jahren stark erweitert hat, geben sie noch viele Rätsel auf. In diesem etwas gruseligen, aber auch informativen Vortrag entführt Euch der Pilzsachverständige Andreas Auer in die dunkle Welt der (Gift-) Pilze. Er erklärt euch, wie Pilze leben, warum sich die Menschen meistens mit Steinpilzen vergiften, daß es Giftwirkungen gibt, die noch schlimmer sind als der Tod – und überhaupt, warum die Beschäftigung mit Pilzen „totally gothic“ ist. Angereichert mit vielen dunklen Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart zeigt er Euch aber auch, wie ihr Speisepilze sicher genießen könnt. Darüber hinaus präsentiert er euch außergewöhnlichen Arten mit faszinierenden Eigenschaften, von denen Ihr bestimmt noch nie gehört habt. Eine spannende Reise zu Lebewesen, die so anders sind - und uns Menschen doch näher als z.B. Pflanzen.

19.30 – 20.50 Uhr

Jürgen W. Müller „Joy Division & The Cure / Post-Punk“

Mit seiner musikalischen Lesung präsentiert Jürgen W. Müller mehr als eine klassische Vorstellung seiner Bücher: In einer dichten Kombination aus Worten, Bildern und Hörbeispielen nimmt er das Publikum mit auf eine Zeitreise durch die einflußreichen Klangwelten von Post Punk und Wave.

Der erste Part widmet sich der Band Joy Division: Erzählt wird die Bandstory, eingebettet in einen Überblick über diese prägende Ära, die durch New Order eindrucksvoll weitergeführt wurde. Exklusive Interview-Ausschnitte von Wegbegleitern, zahlreiche Songs sowie begleitende Bilder lassen die Stimmung und Bedeutung dieser Zeit lebendig werden.

Im zweiten Teil stehen The Cure / Wave im Mittelpunkt:
Auch dieser Part, schwerpunktmäßig zu den prägenden 80er und 90er Jahren, ist reich an Hörbeispielen, exklusiven Anekdoten und wird durch eine atmosphärische Bilderschau ergänzt.

Budde-Haus

16.00 Uhr

Vortrag: Grimoires – Eine (kurze) Geschichte der Zauberbücher

Was sind die gefährlichsten Bücher in der Welt? Wahrscheinlich jene, die den Menschen und seine Sicht auf die Welt verändern - die ihn nach höheren Dingen streben lassen oder die Aussicht auf Geheimwissen versprechen. Von der Kirche oftmals verdammt, von vielen begehrt, aber von wenigen besessen, sind magische Texte und insbesondere Zauberbücher über die Jahrhunderte selten so sehr gefürchtet und gleichzeitig so begehrt gewesen. Grimoires existieren aus dem Verlangen heraus, magisches Wissen in physischer Form zu manifestieren. Gedanken über Magie sollen insbesondere hinsichtlich der Kontrolle mündlicher Überlieferung, welche anfällig für Fehler und Interpretation ist, fixiert werden. Im Gegensatz zu der theoretischen „okkultistischen“ Literatur, sind Zauberbücher überwiegend praktische Ritual- oder Anleitungstexte. Sie geben Anweisungen dafür, wie Engel, Naturgeister, astrale oder dämonische Mächte zu beschwören sind, oder die geheimen Kräfte der Natur für sich nutzbar gemacht werden können.

Der Vortrag beleuchtet die Entstehungsgeschichte und den Inhalt einiger ausgesuchter Exemplare dieser faszinierenden Literaturgattung.

Vortrag von Leonhard Lietz (Düsseldorf), Moderation: Constance Timm (Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie e.V.)

18.00 Uhr

Vortrag: Zwischen Sexualmagie (magia sexualis) und Liebeszauber (magia amoris)

Schwarze und weiße Sexualmagie nutzt sexuelle Energie machtbewußt und zielgerichtet für spirituell-magische Absichten unter Verwendung unterschiedlicher Mittel zur erzwungenen wie beeinflussten sexuellen Verführung, Unterwerfung und Beherrschung. Zuweilen wird eine solche Dominanz bis in den Tod hinein als eine enge Verbindung von Eros und Thanatos angesehen, beide als die größten Obsessionen und Energien der Menschheit aufgefaßt. Sexmagier wenden sich in ihren Handlungen, u.a. mit Hilfe schwarzer Messen, wüster Orgien und obszöner Liebeshandlungen bewußt gegen gesellschaftlich, religiös und ethisch-moralisch auferlegte Verbote, Verhaltensregeln, Normen und Tabus. Liebeszauber verwendet Liebesgetränke wie auch Amulette, Fetische, Zeremonien, Beschwörungen und Rituale, um die Gunst einer begehrten Person affektiv zu gewinnen. Der Liebeszauber ist ein in der Mythologie, Kunst, Literatur und Kultur beliebtes, immer wieder auftauchendes Motiv. Sexualmagische bzw. sexualmythische Kulthandlungen vereinen zumeist sexuelle Handlungen mit magischen Fruchtbarkeitsriten, mit dem Kult von Göttern und Muttergottheiten, mit weisen Frauen, Wunderheilerinnen, Hexen und Hexern. Handlungen von Sexualmagie und Liebeszauber sollen am Beispiel ausgesuchter Narrative, Mythen, Sagen, Legenden wie auch kultischer Handlungen und Zeremonien vorgestellt werden. Zu ihnen zählen u.a. Sonnenwendfeiern, Beschwörungen und Rituale, Elementargeister, lüsterne Wassermänner und Nymphen, aber auch Drachen, Berggeister sowie zahlreiche Fabelwesen. Erwähnung finden sollen auch gegenwärtige neopaganistische Kulthandlungen, wiederentdeckte Zeremonien, neuheidnische Zauberei und Hexerei (Wicca).

Vortrag von Dr. Hans-Christian Trepte (Leipzig), Moderation: Constance Timm (Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie e.V.)

Heidnisches Dorf

KULTHAUS VI - Geheimwissenschaftliche Vorträge und Präsentationen im Gewölbesaal des Torhaus Dölitz

14.30 Uhr

Vortrag: Julia Köhler „Abschiede und Lebensfeiern – individuelle Gestaltungen des letzten gemeinsamen Weges“

Der Vortrag gibt einen kleinen Einblick in die Abläufe sowie Arbeitsweisen eines Bestattungshauses. Hauptaugenmerk soll dabei gelegt werden auf die Möglichkeiten zur Gestaltung persönlicher Abschiede oder von Trauer-/Lebensfeiern. Zum Teil wird es auch um den Tod von Kindern gehen - wem dies nahegeht, sollte bitte vorab in sich hinein hören, ob er sich den Vortrag zutraut.
Die gebürtige Leipzigerin Julia Köhler ist seit 13 Jahren Bestatterin. Zudem ist sie im Ehrenamt Mitglied vom „Wolfsträne e.V.“, einem Verein, in dem Kinder und Jugendliche beim Tod eines Elternteiles oder Geschwisterkindes in ihrer Trauer begleitet werden.

16.00 Uhr

Konzert: Jim Cosmo & Fürst Claas vom Mars „Lieder gegen die Schwerkraft“ – die größten Hits der „Time and Space Society“

In 120 Saiten um die Galaxie - Steigt ein ins Raumschiff von Jim Cosmo & Fürst Claas vom Mars, navigiert von ihren Stimmen und dem Hackbrett. Gespielt werden Titel der „Time and Space Society“, mit verträumten Astronauten, ermordeten Rosen und ägyptischen Fürsten. Denn, wer braucht schon Schwerkraft?

Sonntag, 24. Mai 2026

Agra Halle 4.2

15.30 – 16.40 Uhr

Multimedia-Lesung: Die DEPECHE MODE Trilogie – von und mit Sascha Lange

Depeche Mode sind seit mehr als 40 Jahren eine der faszinierendsten Bands weltweit. Mit den Büchern „DEPECHE MODE MONUMENT“, „BEHIND THE WALL – Depeche Mode Fankultur in der DDR“ und zuletzt „DEPECHE MODE LIVE“ von Sascha Lange & Dennis Burmeister wurden ihr drei reich bebilderte Denkmäler gesetzt.

Ein unterhaltsamer und nostalgischer Abend voller Geschichten, Bilder und Videos von und über Depeche Mode, ihren Fans und diesem besonderen „Black Swarm“-Lebensgefühl.

Sascha Lange wurde 1971 in Leipzig geboren, ist Buchautor und promovierter Historiker mit dem Schwerpunkt Jugendkulturen im 20. Jahrhundert. Er lebt und arbeitet in Leipzig.
Zusammen mit Dennis Burmeister hat er drei Bücher über Depeche Mode und ihre Fans geschrieben, die in sieben Sprachen übersetzt wurden, und aus denen er beim WGT vorträgt.

Dies ist Teil 2 der Lesung, über den Zeitraum 1987 bis 2023.
Teil 1 über die Jahre 1980 bis 1986 kann man bereits am Sonnabend, 17.30 – 18.40 Uhr erleben.

Ballsaal Leipzig

12.30 - 14.00 Uhr

Vortrag: DJ Lo-Renz „Erlebnisse als Depeche-Mode-Fan und DJ“

Lo-Renz erzählt, wie er selbst als Fan die Magie von Depeche Mode entdeckte – von den ersten Konzerten, unvergeßlichen Begegnungen und Ritualen bis hin zur besonderen Energie, die eine treue Fangemeinschaft entstehen läßt. Diese Nähe zur Musik und zu den Menschen, die sie lieben, bildet den Ausgangspunkt seiner Reise. Doch seine Geschichte endet nicht beim Fan-Sein: Aus der Leidenschaft wuchs ein intensives Hobby, aus Begeisterung wurde Bühnenpraxis. DJ Lo-Renz nimmt das Publikum mit hinter das DJ-Pult. Er spricht über Musik nicht nur als Konsument sondern auch als Gestalter. Ein Perspektivwechsel und Blick hinter die Kulissen: Das Erleben von außen und das Gestalten von innen. Über Emotion, Handwerk und die besondere Verbindung zwischen Publikum und DJ.

14.40 – 16.10 Uhr

Vortrag: Andreas Auer „Von Totentrompeten und Satanspilz - die düstere Welt der (Gift-) Pilze“

Pilze sind faszinierende Organismen und auch wenn sich unser Wissen über sie in den letzten Jahren stark erweitert hat, geben sie noch viele Rätsel auf. In diesem etwas gruseligen, aber auch informativen Vortrag entführt Euch der Pilzsachverständige Andreas Auer in die dunkle Welt der (Gift-) Pilze. Er erklärt euch, wie Pilze leben, warum sich die Menschen meistens mit Steinpilzen vergiften, daß es Giftwirkungen gibt, die noch schlimmer sind als der Tod – und überhaupt, warum die Beschäftigung mit Pilzen „totally gothic“ ist. Angereichert mit vielen dunklen Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart zeigt er Euch aber auch, wie ihr Speisepilze sicher genießen könnt. Darüber hinaus präsentiert er euch außergewöhnlichen Arten mit faszinierenden Eigenschaften, von denen Ihr bestimmt noch nie gehört habt. Eine spannende Reise zu Lebewesen, die so anders sind - und uns Menschen doch näher als z.B. Pflanzen.

16.50 – 18.10 Uhr

Vortrag: Alexander Nym „QBL & POP - Kabbalistische Referenzen in Sub- und Popkultur“

Als geheime Königsdisziplin zwischen Religion, Mystik und Philosophie inspirierte die Kabbala die abendländische Esoterik vom Tarot bis zur Alchemie, bevor sie mit dem Wiederaufleben des Okkultismus im 19. Jahrhundert zu erneuter Popularität gelangte.
Kulturwissenschaftler Alexander Nym macht sich in diesem Multimedia-Vortrag auf die Suche nach kabbalistischen Elementen quer durch Pop- und Szenemusik, von David Bowie bis Current 93.

Budde-Haus

14.30 Uhr

Philosophischer Salon: „Warum uns das Dunkle berührt - philosophisch-ästhetische Annäherungen an das Düstere“

Was uns am Düsteren berührt, entzieht sich oft dem schnellen Verstehen. Die allgegenwärtige Vorstellung von Schönheit ist geprägt von Helligkeit und Reinheit, Symmetrie und Ordnung. Ließe sich sagen, daß sich zwischen all diesem Negativschönen bei genauem Hinsehen und Hinspüren Erfahrungsräume eigener Schönheit eröffnen? Das Düstere muß nicht notwendigerweise als Gegenstück des Schönen erscheinen, sondern als seine verborgene Dimension, dessen Potentiale es zu entdecken gilt.
Wie prägt düsterere Ästhetik unsere Wahrnehmung der Welt und unsere Erkenntnisfähigkeit? Sensibilisieren damit zusammenhängende Gefühlslandschaften wie die der Melancholie unsere Sinne?

Auch in diesem Jahr wollen wir wieder mit Euch ins Gespräch und ins Philosophieren kommen!

Dr. Jirko Krauß, Leipzig, Johanna Kosch, Stuttgart, Tom Karnagel, Leipzig

Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek

14.00 - 16.00 Uhr

Lesung: Christian von Aster „DIE SCHWARZE KUNST 4.0 - eine Lesung finsterer Tintengespinste“

Um geneigte düstere Gemüter zu erfreuen, liest Christian von Aster – bestrebt, verschiedene Spielarten der Literatur miteinander zu versöhnen – nicht nur aus „Batman bei den Buddenbrooks“, sondern bringt darüber hinaus auch allerlei finstere Gedichte, Anekdoten und Seltsamkeiten zum Vortrag.

Ort: Neuer Vortragssaal

Heidnisches Dorf

KULTHAUS V - Geheimwissenschaftliche Vorträge und Präsentationen im Gewölbesaal des Torhaus Dölitz

14.00 Uhr

Vortrag: Bernd Thomas Möckel „Sächsische Freimaurerei und ihre Rituale“

Der Vortrag soll einen kleinen Einblick in die Verwendung von Ritualen in den Logen Sachsens, insbesondere des Erzgebirges geben, um so das Verständnis für die sogenannte königliche Kunst und ihre Abläufe zu vertiefen. Der aus Annaberg-Buchholz stammende Archivar beschäftigt sich seit 2007 mit der Historie der Freimaurerei -speziell im Erzgebirge- und ist somit tief vertraut mit deren vielfältiger Geschichte. Seit Februar 2026 ist der Referent Meister vom Stuhl (Vorsitzender) der Jenaer Loge "Friedrich zur ernsten Arbeit".

15.30 Uhr

Vortrag: Janosch Moser „Das okkulte Erbe der Psychologie“

Dieser Vortrag gibt einen Überblick über ursprünglich dem Okkultismus entstammende Methoden und Sichtweisen, die in die moderne Psychologie und insbesondere die Psychotherapie eingeflossen sind. Beispielhaft sollen Phänomene wie Besessenheitszustände und die Methoden zu deren Heilung (Stichwort "Exorzismus") überführt werden in eine moderne psychologische Terminologie, um die Möglichkeit einer Kombination beider Ansätze zu illustrieren.

Montag, 25. Mai 2026

Agra Halle 4.2

14.30 -16.00 Uhr

Vortrag: Mark Benecke „Hitlers Schädel und Lampenschirme aus Menschenhaut“

Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke untersuchte im Auftrag von National Geographic und dem russischen Geheimdienst FSB Schädel und Zähne von Adolf und Eva Hitler sowie die angeblich aus Plastik bestehenden Lampenschirme, unter anderem aus dem KZ Buchenwald und von Straßen- und Speicher-Funden. Die Untersuchungen stellten sich als kniffeliger heraus als erwartet, da nur Teile von Hitler den Weg nach Moskau schafften. Auch die Gewebe-Stücke aus Buchenwald gaben ihre Geheimnisse erst nach Untersuchungen mit verschiedenen Verfahren preis, darunter dem Vergleich eines eingelegten Herzens mit alten Fotos und einer eigens entwickelten Erbgut-Technik.
-anschließend Autogrammstunde-

Ballsaal Leipzig

„Gothic Identity“ – Vorträge in englischer Sprache / Lectures in English

11.00 – 11.40 Uhr

Lecture in English: Emma Baird „Just a Phase? The enduring global networks of Goth Identity“

Dieser Vortrag präsentiert Forschungsergebnisse, die neue Perspektiven auf das komplexe Phänomen der internationalen Goth-Identität eröffnen. Aus der Untersuchung ergeben sich zentrale Aspekte, die die Teilnahme an sozialen und ästhetischen Online-Netzwerken der Goth-Kultur charakterisieren und die These stützen, daß globale Vernetzung wesentlich für die Beständigkeit zeitgenössischer „gothischer“ Identitäten ist.

11.50 – 12.20 Uhr

Lecture in English: Anna Suranova „Light and illumination in Gothic architecture“

In der gotischen Architektur verwandelt sich Licht von einer bloßen Quelle der Sicherheit in ein kraftvolles künstlerisches Mittel. Es erzeugt ein dynamisches Zusammenspiel von Helligkeit und Schatten und offenbart zugleich göttliche Schönheit und eine beunruhigende Mystik. Dieser Vortrag von Anna Suranova – Ingenieurin und Expertin für Licht – bewegt sich zwischen Geschichte, Architektur und technischen Aspekten und beleuchtet die besonderen Eigenschaften des Lichts in gotischen Bauwerken, in denen Licht selbst zu einer Form des Erzählens wird.

12.30 – 13.00 Uhr

Lecture in English: Jana Komaritsa „Where Cats Walk Between Worlds. Cats in Dark Culture“

Von antiken Omen bis hin zu modernen Internet-Ikonen haben Katzen stets einen geheimnisvollen Raum zwischen Licht und Schatten eingenommen. Dieser Vortrag der Katzenkunst-Spezialistin Jana Komaritsa, Gründerin des katzenorientierten Kunstraums „WonderCat“ in den Niederlanden, untersucht die Rolle von Katzen in dunkleren kulturellen und künstlerischen Narrativen – von Symbolen für Hexerei und Aberglauben bis hin zu ihrer Präsenz in „gothischer“ Kunst, Folklore und okkulten Traditionen. Der Vortrag lädt dazu ein, in die Schatten zu blicken, wo Katzen seit jeher an der Schwelle zwischen den Welten stehen.

13.10 – 13.40 Uhr

Lecture in English: Yann Faussurier „Redefining music: perception, form, and instrumentality in electronic sound“

Der Elektronik-Musikproduzent Yann Faussurier (Iszoloscope) zeigt, wie experimenteller Klang unser Verständnis und unsere Wahrnehmung von Musik verändert. Mit besonderem Fokus auf experimentelle, Noise- und Industrial-Musik untersucht der Vortrag, wie diese Genres konventionelle Vorstellungen von Komposition und Ästhetik durch neue und oft radikale Ansätze der Klangerzeugung und -wahrnehmung herausfordern.

13.50 – 14.20 Uhr

Lecture in English: Devi Letalis „Bloodlines & Footnotes: A Historian‘s Approach to Vampire Fiction“

Hinter dem Pseudonym Devi Letalis steht eine Historikerin, Künstlerin und Kostümdesignerin, deren Arbeit dunkler Fantasy- und Vampirliteratur eine besondere Authentizität verleiht. Dieser Vortrag zeigt, wie historische Forschung, materielle Kultur und erzählerische Imagination miteinander verwoben sind und die reichhaltigen, immersiven Welten ihrer Reihe „Inferno`s Forbidden Archives“ formen.

14.30 – 15.10 Uhr

Lecture in English: Alexander Pehlemann & Xavier Kruth „Dark Sounds From Behind The Iron Curtain“

Alexander Pehlemann und Xavier Kruth beschäftigen sich seit Jahren mit der Musik der kommunistischen Zeit in Mittel- und Osteuropa. Als Einführung zum anschließenden Vortrag über den Post-Punk in der DDR geben sie einen Überblick über die Musikszene in verschiedenen Ländern des Warschauer Pakts–mit Klangbeispielen. Behandelt werden Polen, Ungarn, die Tschechoslowakei, Bulgarien und die UdSSR sowie der besondere Fall des blockfreien Jugoslawien.

15.20 – 16.20 Uhr

Vortrag und Gespräch auf Deutsch: „United States of Melancholia: Post-Punk in der DDR“

Henryk Gericke und Maik Reichenbach, ehemalige Mitglieder ostdeutscher Punkbands und Mitwirkende an der wegweisenden Kompilation „Too Much Future“ geben Einblicke aus erster Hand in Underground-Kultur, staatliche Kontrolle und künstlerischen Widerstand sowie in die Entwicklung vom Punk zum Post-Punk. Diese wird auch im neu erschienenen ersten Teil der Kompilation „United States of Melancholia“ thematisiert, die sich in drei Teilen jeweils mit einem Doppelalbum Post-Punk, Dark Wave und Paratronics aus den letzten Jahren der DDR widmet.
Im Gespräch mit Torsten Füchsel von der Dark-Wave-Band Rosengarten und dem Ost-Underground-Experten Alexander Pehlemann entsteht eine anschauliche Perspektive auf den musikalischen Untergrund in der DDR.

Mit Henryk Gericke (Edition Tapetopia), Maik Reichenbach (Ex-L´Attentat), Torsten Füchsel (Rosengarten, B. Crown, Kashmir, Herbst in Peking u.v.a.m.),
Moderation: Alexander Pehlemann (Zonic, Edition Iron Curtain Radio)

Im Anschluß an den Vortrag besteht die Möglichkeit, gemeinsam zum unweit gelegen Parkschloß hinüber zu laufen und dort drei zum Thema passende Bands zu erleben: Freunde der italienischen Oper, Sandow und Rosengarten, alle mit Wurzeln im DDR-Underground, treten dort ab 17.20 Uhr auf.

Peterskirche

14.00 – 15.00 Uhr (Einlaß 13.00 Uhr)

Lesung: Oswald Henke – Provokant und auf den Punkt gebracht: "Menschenfrei Entartet"

Oswald Henke zitiert Wortgeburten und Wortfindungen, erörtert dabei natürlich weitere Kapitel seines Erziehungsratgebers - tiefschwarze Pädagogik unfreigeistiger Natur.
Ein literarischer Ausflug ohne Literatur, aber voller bittersüßer Momente. Es darf gelacht und geweint werden. Toben ist allerdings untersagt und Mitklatschen wird mit einer Fleischschuld nicht unerheblicher Gewichtung bestraft. Frei von Märchenprinzen und Zinnsoldaten, dafür voll von Gedanken über die eigene Vergänglichkeit und die Endlichkeit jeglicher Existenz.

18.00 – 19.30 Uhr (Einlaß 17.30 Uhr)

Lesung: Markus Heitz & Jessica Iser – „Geschichten aus der Dunkelheit - Horror, Fantasy, Kink."

Markus Heitz: Schwarzträger und Alt-Grufti, ironisch-sarkastisch und immer am nächsten Projekt.
Hauptberuflicher Geschichtenerfinder, Jahrgang 1971. Schrieb mehr als 80 Bücher: vorwiegend Phantastik, Horror und Space Fiction. Dafür ist er in Mathe und als Handwerker eine Niete. Man muß ja nicht alles können.

Jessica Iser: 1991 mit deutsch-spanischen Wurzeln geboren, schreibt bereits seit ihrer Kindheit phantastische Geschichten. Am ehesten findet man sie in den düsterromantischen Ecken des Genres von Dark Fantasy bis Horror. Ihr Debütroman „Deathbound“ wurde für den Phantastikpreis Seraph 2022 in der Kategorie „Bester Independent-Titel“ nominiert. Sie hat zahlreiche Publikationen in Anthologien veröffentlicht.

Sächsisches Apothekenmuseum (Thomaskirchhof 12, Eingang über Burgstraße)

11.00 – 12.00 Uhr

Lesung: Frank R. und Steffen Hirn „Die wahre Geschichte von der unendlichen Liebe“

Für solche halbe Höllenbrut ist Salomonis Schlüssel gut - heißt es in dem Buch (und bei Goethe).
Harmlos, mit einer gepreßten Pflanze, einer Weißwurz, auch Salomonssiegel genannt, nimmt die rätselhafte Geschichte ihren Lauf. Auf dem Dachboden eines alten Hauses wird ein mysteriöser Stapel Briefe entdeckt. Die Lektüre erweist sich für den Finder, einen jungen Mann, als Spur zu seiner großen Liebe ... oder in eine Falle. Ein Roman in romantischer Manier, von Frank R. und Steffen Hirn im Duo gelesen. König Salomo findet sich übrigens auch im Apothekenmuseum.

Das Apothekenmuseum samt magischer Pflanzen, Wundermittel und Zubehör kann im Anschluß an die Lesung besichtigt werden.