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Film

Letzte Aktualisierung: 10.05.2026

Freitag, 22. Mai 2026

Grassi-Museum für Musikinstrumente

11.00 - 12-45 Uhr

Stummfilm und Kino-Orgel: „The Hunchback of Notre Dame“ (Der Glöckner von Notre Dame)

USA, 1923, Regie: Wallace Worsley, 16mm-Kopie, englische Zwischentitel

Der von Fehlbildungen gezeichnete Quasimodo lebt zurückgezogen als Glöckner in einem Turm der Kathedrale Notre Dame. Er verliebt sich in die schöne Tänzerin Esmeralda, aber auch kirchliche Vertreter und Phoebus, der Wach-Hauptmann, haben ihren Gefallen an der schönen Frau gefunden. Damit nimmt das Unheil seinen Anfang, Quasimodo wird öffentlich als Sündenbock gedemütigt, Esmeralda ein Mord angehängt und sie zum Tode verurteilt. Quasimodo kämpft mit allen Mitteln, um seine Liebe zu retten, welche sich wiederum für seine Menschlichkeit dankbar erweist. Am Ende stürzt Quasimodo den wahren Mörder vom Turm.

Mit dieser spektakulären Großproduktion nach Victor Hugo (1802–1885), für die auf dem Studiogelände von Universal Bauten in Originalgröße hergestellt wurden, setzte das Studio neue Maßstäbe im Hollywood-Monumentalfilm. Mit der Rolle der Titelfigur begann Lon Chaneys steile Karriere als Horror-Darsteller. Die Weimarer Presse bewarb den Film im Dezember 1924 mit den Worten: „Die an und für sich schon höchst spannende Handlung wird durch die monumentale Bildwirkung des Films, seine Massenszenen mit über 3000 Personen und die glänzende Wiedergabe erster amerikanischer Darsteller noch um ein ganz beträchtliches erhöht.“

Mit Stummfilmmusiker Richard Siedhoff an der historischen Welte-Kinoorgel
Treffpunkt: Kassenfoyer

Montag, 25. Mai 2026

Passage Kinos (Saal Astoria, 228 Plätze)

11.30 Uhr

Spielfilm: „Dancer in the Dark“

Dänemark 2000; Regie: Lars von Trier; Darsteller: u.a. Björk, Catherine Deneuve; 139 Minuten; FSK 16

Zwei Dinge liebt Selma über alles: amerikanische Musicals und ihren kleinen Sohn. Die Musik erleichtert ihr die harte Arbeit in der Fabrik und bringt Leben in ihre Welt, aus der langsam das Licht schwindet. Denn Selma hat ein trauriges Geheimnis: Sie wird blind. Um ihren Sohn vor dem gleichen Schicksal zu bewahren, spart sie sich für dessen Operation das Geld vom Munde ab. Doch dann stiehlt ein verschuldeter Nachbar in seiner Verzweiflung Selmas Vermögen und löst damit eine Kette unglücklicher Ereignisse aus, die Selma schließlich in eine aussichtslose Situation treiben.

Kultregisseur Lars von Trier erzählt in „Dancer in the Dark“ mit ungewöhnlicher Bildsprache ein tragisches Frauenschicksal mit Pop-Ikone Björk in der Hauptrolle.